E1422
Acetyliertes Distärkeadipat
Eine modifizierte Stärke, die mit Adipinsäuregruppen vernetzt und acetyliert wurde und hitze-, säure- und gefrier-tau-stabil verdickt.
i Zusatzstoff-Details
| Ist E1422 Acetyliertes Distärkeadipat bedenklich?
Die Ausgangsstärke kann aus Mais, Wachsmais, Kartoffeln, Tapioka, Reis oder Weizen stammen, und Material aus Weizen kann Gluten enthalten. Die EU-Kennzeichnungsvorschriften verlangen, glutenhaltiges Getreide im Zutatenverzeichnis kenntlich zu machen, sodass modifizierte Stärke aus Weizen entsprechend deklariert werden muss; wird kein Getreide genannt, stammt die Stärke in der Regel aus einer glutenfreien Pflanze. Im Übrigen wird sie wie andere Stärken verdaut und ist selbst kein Allergen.
| Verwendung
Verdickt und stabilisiert Suppen, Saucen, Bratensaucen, Salatdressings, Fruchtfüllungen, Fertiggerichte, Joghurts und einige Beikostprodukte in Dosen und Gläsern. Sie übersteht Sterilisation, niedrigen pH-Wert sowie wiederholtes Einfrieren und Auftauen, ohne dünnflüssig zu werden oder Wasser abzugeben.
| Wechselwirkungen
Die Vernetzung hält das Stärkekorn unter Hitze, Säure und Scherung zusammen, wo native Stärke abbauen und dünnflüssig werden würde. Sie wird oft zusammen mit E1442 (Hydroxypropyldistärkephosphat) und mit Hydrokolloiden wie Xanthan oder Guarkernmehl eingesetzt.
| Herkunft
Native Stärke aus Mais, Wachsmais, Kartoffeln, Tapioka, Reis oder Weizen wird mit Adipinsäureanhydrid und Essigsäureanhydrid umgesetzt, dann gewaschen und getrocknet. Die Veränderung ist chemischer Natur und ändert nichts an der zugrunde liegenden Pflanze.
| Tagesdosis
ADI nicht festgelegt. Sie wird eher als Lebensmittelzutat behandelt denn als Stoff mit Zahlenwert, für Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder gelten jedoch besondere Höchstmengen.
Die Informationen stammen aus öffentlichen Quellen von Aufsichtsbehörden (EFSA, FDA, WHO) und dienen nur als Nachschlagewerk. Lies immer die Verpackung und konsultiere bei medizinischen Fragen Fachpersonal.
Verwandte Zusatzstoffe
- E1442 Hydroxypropyldistärkephosphat Eine modifizierte Stärke, die sowohl mit Phosphat vernetzt als auch mit Hydroxypropylgruppen verethert ist, was ihr Gefrier-Tau-Stabilität verleiht.
- E401 Natriumalginat Das Natriumsalz der Alginsäure, aus Braunalgen gewonnen und zum Verdicken und Gelieren von Lebensmitteln eingesetzt.
- E406 Agar-Agar Ein gelierendes Polysaccharid aus Rotalgen, das Gelees, Desserts und Süßwaren fest werden lässt.
- E418 Gellan Ein durch bakterielle Fermentation gewonnenes Polysaccharid, das als Gelier- und Stabilisierungsmittel dient.
- E460 Cellulosepulver Gereinigte Pflanzenfaser, die als Füllstoff, Trennmittel und Verdickungsmittel dient.
- E1404 Oxidierte Stärke Eine mit einem Oxidationsmittel behandelte Stärke, die dünnere, klarere und stabilere Kleister ergibt.
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