E226
Calciumsulfit
Ein schwer wasserlösliches Calciumsalz der schwefligen Säure, das als Konservierungs- und Antioxidationsmittel dient.
i Zusatzstoff-Details
| Ist E226 Calciumsulfit bedenklich?
Sulfite gehören zu den 14 Allergenen, die nach der EU-Verordnung 1169/2011 gekennzeichnet werden müssen, sobald sie über 10 mg/kg bzw. 10 mg/Liter, ausgedrückt als SO2, enthalten sind. Eine Sulfit-Empfindlichkeit ist bei Menschen mit Asthma gut dokumentiert; sie können mit pfeifender Atmung, Engegefühl in der Brust oder Bronchospasmus reagieren. Die meisten Sulfitreaktionen sind eine Unverträglichkeit und keine klassische IgE-vermittelte Allergie, auch wenn seltene IgE-vermittelte Fälle beschrieben wurden. Da E226 in verpackten Lebensmitteln kaum vorkommt, stammt die Sulfitaufnahme meist aus Wein, Trockenobst und Krebstieren, doch Kennzeichnungspflicht und Risiko für Asthmatiker gelten gleichermaßen.
| Verwendung
Wird dort als Konservierungs- und Antioxidationsmittel eingesetzt, wo die geringe Löslichkeit eine langsamere, gleichmäßigere Sulfitfreisetzung ergibt als bei den Natrium- und Kaliumsalzen. Es wurde in der Bier- und Apfelweinherstellung sowie zur Konservierung von Frucht- und Gemüsemark für die spätere Weiterverarbeitung verwendet. Die in der EU zugelassenen Anwendungen sind eng begrenzt, und auf Verbraucheretiketten taucht es selten auf.
| Wechselwirkungen
Die geringe Löslichkeit begrenzt, wie viel Bisulfit jeweils verfügbar ist, sodass es langsamer wirkt als die Metabisulfite. Das eingebrachte Calcium kann Pflanzengewebe durch Vernetzung von Pektin festigen und in Getränken Bodensatz oder Trübung hinterlassen. Wie die übrige Gruppe bindet es Carbonylverbindungen, verhindert Bräunung und baut Thiamin (Vitamin B1) ab.
| Herkunft
Wird durch Umsetzung von Schwefeldioxid mit einer Suspension von Calciumhydroxid oder Calciumcarbonat hergestellt. Dieselbe Reaktion dient industriell der Rauchgasentschwefelung, doch Ware in Lebensmittelqualität wird nach einer eigenen Reinheitsspezifikation produziert.
| Tagesdosis
Für E220 bis E228 gilt ein gemeinsamer Gruppen-ADI von 0,7 mg pro kg Körpergewicht und Tag, ausgedrückt als SO2, und nicht ein eigener Wert je Salz. Die EFSA kam in ihrer Nachbewertung der Gruppe 2022 zu dem Schluss, dass die verfügbaren Daten den ADI nicht bestätigen können und die geschätzte Aufnahme ihn bei einigen Verbrauchergruppen überschreiten kann.
Die Informationen stammen aus öffentlichen Quellen von Aufsichtsbehörden (EFSA, FDA, WHO) und dienen nur als Nachschlagewerk. Lies immer die Verpackung und konsultiere bei medizinischen Fragen Fachpersonal.
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